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So testen Stiftung Warentest und ExtraEnergy

Ein Ziel, zwei Methoden. Der Test von 16 Pedelecs durch die Stiftung Warentest (StiWa) in der Ausgabe 06/2013 ist von den Medien begeistert aufgenommen worden. Wie testet ExtraEnergy und wie Stiftung Warentest?
 

 
Zwei Pedelecs bekamen »Gut«, drei »Befriedigend«, zwei »Ausreichend« und neun wurden mit »Mangelhaft« bewertet, wegen zu schwacher Bremsen, Rahmen- und Lenkerbruch, erhöhter Strahlungsemissionen oder Antriebsdefekt.

Von der Presse wurde dieses Ergebnis verallgemeinert und zu Schlagzeilen, die Elektrofahrräder als Sicherheitsrisiko darstellen, geformt. Dabei zeigt der Test der StiWa vor allem eines: Pedelecs sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Die StiWa nähert sich nun ernsthaft dem Thema Pedelec an. Pedelecs werden damit als gesellschaftsrelevant eingestuft.  ExtraEnergy bewertet dies auch als Erfolg der eigenen langjährigen Arbeit.

Der Verein hatte schon 1993 einen Test der Stiftung Warentest von Pedelecs gewünscht. Dieser wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass man als so große Testorganisation nur marktrelevante Produkte testen kann und keine Nischenprodukte, egal wie groß das Potential auch sei. Man würde solch einen Test erst ins Auge fassen, wenn 100.000 Pedelecs verkauft worden seien. Deshalb hat ExtraEnergy 1993 mit den eigenen Tests angefangen. Die StiWa zieht seit 2001 Jahr erfreulicherweise nach. Die Stiftung Warentest ist ein staatlich gefördertes Prüfinstitut, das den Verbraucherschutz zur Aufgabe hat. Dabei werden Produkte auf ihren Nutz- und Gebrauchswert, sowie ihre    Umweltverträglichkeit geprüft. Ziel ist die »Erziehung« des Verbrauchers zu wirtschaftlichem, sicherem und gesundem (Kauf-)verhalten.

Grundsätzlich unterhält die Stiftung keine eigenen Labors, sondern testet mit externen Partnern, die zu Geheimhaltung verpflichtet sind. Im Test finden sich auffällig viele Themen wieder, die der ExtraEnergy Verein mit den zwei Partnerlaboren für die Produktsicherheit SLG und velotech.de für den eigenen Pedelec und E-Bike Test in den vergangenen vier Jahren entwickelt hat. Mit dem aktuellen Test der Stiftung existiert somit ein zweiter Test, der nicht über Anzeigen finanziert, unabhängig ist und die Sicherheit im Auge hat.

Neben allen Gemeinsamkeiten bestehen jedoch erhebliche Unterschiede in der Testmethodik als auch in der Verteilung der Gütesiegel, die einer näheren Erläuterung bedürfen.

Quantitativ vs. Qualitativ
Die Stiftung Warentest bewertet quantitativ. Es wurde also vorher festgelegt, wofür es Punkte gibt, was die maximale Punktzahl ist und ab wie viel Punkten es ein »Sehr Gut«, »Gut«, »Befriedigend« und »Mangelhaft« gibt. Was für ein Rad die höchste Punktzahl hätte erreichen können, d.h. von welchem idealen Pedelec die Tester ausgingen, wird leider nicht gesagt.

ExtraEnergy bewertet qualitativ und dynamisch. Die Beurteilungen sind relativ zum Marktangebot und zudem nach Wünschen der Zielgruppen sortiert. Bestimmte Zielgruppen haben Kundenwünsche, die unterschiedlich    stark sind, d. h. gewichtete Anforderungen und Anwendungen bilden die Produktgruppen. Diese Kategorien sind nötig geworden, da bei einem wachsenden Markt sehr unterschiedliche Fahrzeugtypen für unterschiedliche Zielgruppen entstehen und nicht mehr fair untereinander verglichen werden können, ohne zu differenzieren.

>> Expertenkreis zur Kundenwunscherfüllung für Pedelecs und E-Bikes

Die Bewertung erfolgt ähnlich wie bei der Olympiade. Dort bekommt der aktuell Beste jeder Kategorie eine Goldmedaille, auch wenn ein Sportler aus einer anderen Kategorie eventuell einen viel besseren Wert hätte realisieren können oder der Beste keinen Rekord gebrochen hat. Im ExtraEnergy Test gibt es auch in jeder Kategorie in jedem Test einen Testsieger, der das aktuelle Maß für die anderen Pedelecs dieser Kategorie bestimmt. Ein »Sehr Gut« entspricht einem sogenannten Kundenwunscherfüllungsfaktor (K-Faktor) von 8–10. Ein Testsiegel mit »Gut« gibt es ab K-Faktor 5.

Diese Methode kann bei Wiederholungen der Tests zur Folge haben, dass Räder in der Bewertung absteigen. Zwar haben sie ein Jahr später für sich alleine betrachtet immer noch dieselbe Güte, sind aber relativ zum Marktangebot vielleicht nur noch die zweite Wahl, weil neue bessere Produkte in der gleichen Kategorie aufgetaucht sind.

Beide Formen der Bewertung haben ihre Berechtigung. ExtraEnergy folgt jedoch seinem satzungsgemäßen Auftrag, die Entwicklung der Leicht-Elektro-Fahrzeuge (LEVs) zu beschleunigen. Ein Markt entwickelt sich am besten durch zufriedene Kunden und diese bekommt man durch einen Produktvergleich, bei dem Innovationen mit hohem K-Faktor höher bewertet werden als Fahrzeuge, die die beste Schulnote nach Hause gebracht haben, aber evtl. wichtige Funktionen nicht erfüllen und dann den Kunden enttäuschen.

Prototyp vs. Serie
Ein genereller Unterschied zwischen dem Vorgehen von ExtraEnergy und der StiWa besteht in den getesteten Fahrzeugen und wie man an diese rankommt. Die Stiftung kauft nur Fahrzeuge vom Markt und publiziert deren Mängel, ohne dass die Hersteller eine Chance haben diese ggf. zu beheben.

Zum ExtraEnergy Test dagegen reichen Produzenten Fahrzeuge freiwillig ein und bezahlen für den Test vorab eine Pauschale. Dafür erfahren sie die Ergebnisse im Voraus und bekommen die Chance Mängel nachzubessern.

Weigern sich Hersteller, Mängel zu beheben oder das Produkt vom Markt zu nehmen, wird dies von ExtraEnergy natürlich publiziert.

Oft sind Vorserien-Fahrzeuge im Test. ExtraEnergy kann so den Herstellern helfen, frühzeitig Probleme zu entdecken und vor der Serienproduktion zu beheben. Der Verein konnte so in den vergangenen 21 Testjahren dazu beitragen, dass einige Produkte vor der Markteinführung von den Herstellern noch verbessert oder gestoppt werden konnten.

Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile, oft kommen sie zu ähnlichen Ergebnissen doch mit unterschiedlichen Folgen. Während die StiWa nun fast eine kleine Panik ob schwacher Bremsen bei Pedelecs ausgelöst hat, hat ExtraEnergy im Herbsttest 2010 die Bremsmängel zur Verbesserung gebracht. Alleine im Herbsttest 2010 wurden an 19 Pedelecs Mängel an der Bremskraft festgestellt. Die Hersteller wurden informiert und 14 behoben die Probleme umgehend. Die anderen fünf wurden abgewertet und dies publiziert.

Zu denen, die Mängel so verbesserten, gehörte Cycle Union mit dem Kreidler Vitality. Die Firma wurde von ExtraEnergy im Januar 2010 über den Mangel an der Bremsanlage im Test informiert und war so in der Lage bis zur ersten Produktion und Auslieferung der Fahrzeuge im Februar 2011 diesen Mangel zu beheben.

Bei anderen Mängeln, wie bspw. elektromagnetischen Problemen, sind die Verbesserungsraten leider langsamer, da es sich hier für die meist sehr mechanisch geprägten Fahrradhersteller um bisher unbekannte Problemfelder handelt.

>> Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) bei Pedelec

Da ein mechanisches Fahrrad kein CE Zeichen braucht,  ist auch das Thema CE Konformität für die meisten Hersteller Neuland. ExtraEnergy hat hier viele erstmals auf die Notwendigkeit einer korrekten CE Erklärung hingewiesen und viele Unternehmen dazu gebracht, regelkonform zu werden.

>> CE-Kennzeichnung - Freiwillige Pflicht

Werte werten
Leider hat die Stiftung Warentest Reichweitemessungen durch etwas realitätsferne Prüfstandmessungen durchgeführt.

>> Stiftung Warentest/ADAC - ExtraEnergy urteilt mangelhaft

Reichweite und Unterstützungsfaktor sind nach wie vor zentrale Entscheidungskriterien für die meisten Kunden bei der Auswahl eines Pedelecs. Im Test der StiWa wurde der U-Faktor nicht gemessen. Dieser ist bei ExtraEnergy ein rechnerischer Wert, der sich aus der Trittkraft des Fahrers und dem Output des Motors im Vergleich zu der auf einem Referenzrad ohne Unterstützung erbrachten Leistung ergibt.

Die von der StiWa ermittelte Reichweite ist nur als gerundeter Wert zu betrachten und sehr relativ, da auch Angaben zum gefahrenen Streckenprofil und dem gefahrenen Unterstützungsmodus fehlen. Das ist, als würde man einen LKW Test machen und nicht angeben,wie die Durchzugskraft am Berg ist.

Mit Unverständnis hat ExtraEnergy bei der StiWa das blinde Vertrauen in Herstellerangaben zum Batterietyp festgestellt. Letztendlich waren alle Batterien Lithium-Ionen Batterien. Die Angabe der Chemie wie Li-Ion Mn oder Li-Ion Mn-Ni-Co ist unvollständig und scheinbar eher dem Zufall überlassen und wurde offensichtlich nicht überprüft. Zudem sind diese Angaben für den Kunden kaum relevant.

Eine gemeinsame Schwäche zeigen die StiWa und ExtraEnergy bei der fehlenden Urteilskraft zur Lebensdauer der Akkus und der Garantieleistungen der Hersteller. Beide Faktoren sind schwer zu messen doch gleichzeitig für Verbraucher wichtig. ExtraEnergy wird weiter daran arbeiten, seinen Test zu verbessern.

Text: Hannes Neupert
Bild: Angela Budde

Datum: 4. Juni 2013

 
 

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