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Symposium sicherer Radverkehr - Helmpflicht Pro und Contra

Thema des Forums II vom Symposium Sicherer Radverkehr vom 19. bis 20. März 2012 war Helmpflicht - Pro und Contra. Überlegt wurde zur europaweiten Radhelmpflicht mit Schwerpunkten Thüringen und Österreich.
 

 
„Je höher die Fahrleistung, desto niedriger ist die Unfallrate“, erläuterte Dipl.-Geogr. Jacqueline Lacroix (Deutscher Verkehrssicherheitsrat) in ihrem Referat „Mit dem Fahrrad durch Europa - mit oder ohne Helm?“. „Demnach sind Dänemark und die Niederlande die sichersten Länder für Fahrradfahrer.“ Länder, die Aufklärungskampagnen zur Förderung der Helmnutzung durchführen, weisen die höchste Helmtragquote auf.
Widersprüchliche Ergebnisse weisen Studien auf, die sich mit der Fahrradnutzung nach Einführung einer Helmtragepflicht befassen: In einigen Studien nimmt der Anteil der Fahrradnutzung ab, in anderen ist diese von einer Helmtragepflicht unberührt.

Radhelmpflicht - Überlegungen aus Thüringen“ von Dr. Danko Knothe (Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr). „Eine Radhelmpflicht für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist die effektivste Prävention zur Verhinderung von unfallbedingten Kopfverletzungen“, ist Knothe überzeugt.
Vorteile der Radhelmpflicht U18 seinen
Senkung der Zahl schwerer Kopfverletzungen von Kindern im Radverkehr
indirekte Vorbildwirkung für andere Verkehrsteilnehmer
kaum negative Auswirkungen auf Modal Split - Fahrrad bleibt Fortbewegungsmittel Nr. 1 bei Kindern und Jugendlichen
Knothes Fazit: „Auch mit einer Helmpflicht für unter 18-Jährige würde das Fahrrad das Fortbewegungsmittel Nummer 1 für Kinder und Jugendliche bleiben.“

Über „Helmpflicht für Kinder in Österreich“ diskutierte Dipl.-Ing. Klaus Robatsch vom KFW (Kuratorium für Verkehrssicherheit) Wien.
In Österreich ist seit 31. Mai 2011 das Tragen eines Helmes für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr beim Radfahren auf öffentlichen Straßen verpflichtend vorgeschrieben.
Die Radhelmtragequote bei Kindern in Österreich liegt nach einer Erhebung des KFV von 2009 bei 87 % bei den bis zu sechs Jahre alten Knaben und Mädchen, allerdings nur mehr 41 % bei den sieben bis 15-jährigen Knaben und 45 % bei den Mädchen gleicher Altersgruppe.
„Unter der Annahme, dass alle Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr (100 %) auf und abseits von Straßen mit öffentlichem Verkehr einen Helm tragen, und bei gleichbleibender Zahl an spitalsbehandelten Verletzten lässt sich ein Reduktionspotential von rd. 900 Kopfverletzungen pro Jahr abschätzen. Die Einführung der gesetzlichen Radhelmpflicht für Kinder unter 12 Jahren ist somit eine wichtige Maßnahme zur Prävention von Kopfverletzungen bei jungen Radfahrern“, ist Robatsch überzeugt.

Folgende Empfehlungen für Politik und Praxis resultieren aus dem Symposiums sicherer Radverkehr

  • Das Tragen eines Fahrradhelms oder eines vergleichbaren Kopfschutzes erhöht die Chance, einen Unfall ohne oder mit einer geringeren Kopfverletzung zu überstehen.
  • Die technischen Anforderungen an die Schutzwirkung eines Fahrradhelms bzw. Kopfschutzes sind zu überprüfen und ggf. anzupassen, wobei der Tragekomfort mit zu berücksichtigen ist. Neue Entwicklungen sind einzu- beziehen.
  • Die Schutzwirkung eines Radhelmes ist unbestritten, daher sollten alle Maßnahmen in Betracht gezogen werden, die Tragequote zu erhöhen. Verkehrserziehung und Aufklärung sollen intensiviert und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit evaluiert werden.
  • Bevor Forderungen nach einer Helmtragepflicht gestellt werden können, sind noch offene Fragen zu klären. So z.B. zu der verfassungsrechtlichen Einschätzung, den haftungs- bzw. zivilrechtlichen Folgen einer Tragepflicht oder zu den technischen Regelungen zum Kopfschutz.
>> Tagungsband Symposium Sicherer Radverkehr (PDF)

>> Fotostrecke

>> Symposium sicherer Radverkehr - Verkehrsverhalten

Zusammenfassung aus: GDV e.V. - Tagungsband Symposium 2012 Sicherer Radverkehr

Bild: Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr

Fotostrecke: Hannes Neupert

Datum: 24. April 2012

 
 

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