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Lebensdauer in Relation zur Entladetiefe

Viele Menschen sind der Meinung, dass ein Akku am längsten hält, wenn man ihn erst lädt, nachdem er vollständig entladen ist. Ein Irrglaube, denn (...)
 

 
(...) Hybridautos beweisen das Gegenteil und sollten als Beispiel dafür dienen, was einer Batterie ein langes Leben verschafft.

Bei Hybridautos findet automatisch ein permanenter Wechsel zwischen Lade- und Entladezustand statt und so kommen viele 10.000 Teil-Ladezyklen zustande. Normalerweise wird auf Batterien für Hybridautos eine Garantie von 100.000 km oder 8 Jahren gewährt. Würden diese Batterien immer zu 100 % entladen, würde sich die Lebensdauer auf ca. 500 Zyklen reduzieren.

Hybridautos haben in großer Stückzahl bewiesen, dass Batterien, die weder ganz vollgeladen noch ganz entladen werden, am längsten halten. Über ihre Lebensdauer setzen sie so die höchste Energiemenge durch und bringen den größten Nutzwert. Die Lebensdauer eines Batteriesystems hängt also sehr stark davon ab, wie gut die Elektronik die Ladung und Entladung der Batterie begrenzt, um die maximale Lebensdauer zu erreichen. Die Hersteller vieler Anwendungen, wie Laptops und Mobiltelefone, legen keinen Wert auf eine lange Lebensdauer, sondern nur auf die maximale Kapazität. Das hat eine kurze Lebensspanne zur Folge, die oft gerne in Kauf genommen wird, weil der erste Eindruck - große Kapazität - besser ist.
Im Pedelec-Bereich fehlt vielen Herstellern eine klare Strategie. Man achtet eher darauf, dass die Batterie möglichst günstig in der Anschaffung ist. Eine Optimierung auf Lebensdauer kommt eher selten vor. Zum einen weil der Kunde dies nicht explizit wünscht, und zum anderen weil einigen Fahrzeugherstellern und Fachhändlern die elektrochemische Kompetenz fehlt. Am Ende kommen die Lieferanten zum Zug, die Abstriche bei der Lebensdauer zu Gunsten eines günstigeren Lieferpreises machen. Dies geschieht oft auf Kosten der Batteriesicherheit.

Der N-TV Redakteur Alexander Klement berichtete am 26. Juni auf dem Onlineportal des Nachrichtensenders darüber, wie bei dem Pedelec der Firma Derby Cycle, welches die Redaktion nutzt, die Kapazität des Akkus schnell merklich nachgelassen hat.

"Wir fahren bei n-tv.de seit eineinhalb Jahren unterschiedliche Räder mit dem weit verbreiteten Antrieb von Panasonic Probe. Dabei kommt ein Akku mit 26 Volt und zehn Amperestunden zum Einsatz. Auf mittlerer Unterstützungsstufe wird die eigene Tretkraft verdoppelt. Als Teststrecke dient ein 15 km langer Weg zur Arbeitsstelle ohne nennenswerte Steigung in Berlin. Anfangs war es problemlos möglich, diese Strecke vier Mal mit einer Akkuladung zurückzulegen. Doch es hat nicht lange gedauert, bis der Akku auf der vierten Teilstrecke schlapp gemacht hat und man mit ausschließlicher Muskelkraft nach Hause kommen musste. Deshalb erfolgte das Laden des Akkus alle 45 Kilometer. Mittlerweile hat der Akku rund 7.000 km auf dem Buckel. Laut Anzeige hat der Akku noch 80 Prozent seiner anfänglichen Kapazität. In der Realität kann man aber froh sein, wenn man die 30 km für eine Hin- und Rücktour noch schafft. Das Beispiel zeigt, dass die Hersteller vielleicht Recht haben mögen, wenn sie von einer Akku-Gesamtreichweite von 20.000 km sprechen."
Die Erfahrung der NT-V Redaktion deckt sich mit dem, was andere Nutzer ebenfalls erfahren haben. Wenn der Akku häufig weitgehend oder ganz leer gefahren wird, lässt die Kapazität schon nach kurzer Zeit etwas und nach rund ein bis zwei Jahren merklich nach. Hätten die Nutzer den Akku jedoch täglich oder sogar zweimal täglich, beispielsweise zu Hause und an der Arbeitsstelle zwischengeladen, wäre wohl noch kein Kapazitätsverlust merklich gewesen.

Die Lebensdauer bei Teilladungen des Panasonic/NEC Tokio Akkus schätzt ExtraEnergy auf 5 bis 8 Jahre mit einer Durchsatzleistung von rund 300.000 bis 400.000 Wh im Gegensatz zu nur 100.000 bis 150.000 Wh bei Komplettentladungen. Das ist mehr als eine Verdoppelung der Lebenszeit, die durch richtige Handhabung gewonnen wird.

Im Fall von N-TV hat scheinbar der Hersteller oder Händler, der die Redaktion mit dem Pedelec ausgestattet hat, es versäumt, diesen wichtigen lebensverlängernden Tipp zu geben. Dies ist keine Ausnahme, selbst einer der größten Fahrradhändler in Deutschland bringt seinen Händlern auf Schulungen noch das genaue Gegenteil bei - dass man den Akku vor dem Laden immer ganz leer fahren sollte. Kurzfristig mag dies für die Händler vorteilhaft sein, denn dann können sie eher wieder einen neuen Akku verkaufen - doch der Umwelt, der LEV-Marktentwicklung und dem Geldbeutel des Kunden schadet es.

>> Batterielebensdauer: Kommentar und Tipps

Weitere Artikel zum Thema Batterien finden Sie im Pedelec und E-Bike Magazin Nr. 4.

>> Magazin Nr. 4

Text: Hannes Neupert
Bild: Hannes Neupert

Online Publikation: Angela Budde

Datum: 22. Dezember 2011
Letzte Änderung: 9. Januar 2012

 
 

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