Werben mit ExtraEnergy
twitter facebook

·························
Produkte:
·························

 · Test IT Show

 · Neuheiten
 · Test 2019
 · Test 2018/2019
 · Test 2017/18
 · Test 2017
 · Test 2016/17
 · Test 2016
 · Test 2015/16
 · Test 2015
 · Test 2014/15
 · Test 2014
 · Test 2013/14
 · Test 2013
 · Test 2012/13
 · Test 2012
 · Test 2011/12
 · Test 2011
 · Test 2010/11
 · Test 2010
 · Test 2009/10
 · Test 2009
 · Tests 2001-2008
 · E-Roller
 · Fahrzeugtypen
 · Pedelectypen
Archiv

© 2019 ExtraEnergy.

· Kontakt
· Impressum
· Datenschutz

· Presseinformation

 


Jetzt kommt Bewegung in den LEV-Markt in Europa

2005 war ein einschneidendes Jahr für den Pedelec-Markt in Europa. 2006 verspricht noch besser zu werden! Wenn auch mit Risiken. Ein Interview mit dem ExtraEnergy Vorsitzenden Hannes Neupert zur großen Infokampagne des Vereins.
 

 
Redaktion: Herr Neupert, Sie sind mit ExtraEnergy schon seit 10 Jahren in Köln für das Rahmenprogramm zum Thema LEVs zuständig. Was war für Sie 2005 so anders?
Hannes Neupert: Zum ersten Mal wurden Pedelecs von allen wichtigen Persönlichkeiten der Fahrradindustrie ernst genommen. 1995 waren wir mit unserer Ausstellung damals auf gerade mal 400 Quadratmetern eher DIE Lachnummer der Messe.

RD: Wie erklären Sie sich diesen Sinneswandel?
HN: Für die meisten Hersteller geht es ums Überleben, um mit den hohen Risiken in der Fahrradbranche und den geringen Margen zurechtzukommen. Es hat sich aber herumgesprochen, dass die ACCELL Cycle Group ihr gutes finanzielles Abschneiden ganz dem ION Pedelec zu verdanken hat. Daher interessieren sich jetzt alle Chefs der Fahrradbranche für Pedelecs und hoffen, dass sie mit einem Pedelec ihre Bilanz ebenfalls aufpolieren können. Mich erinnert die Situation an die Hektik mit der viele Hersteller Mitte der achtziger Jahre auf den Mountainbike-Zug aufgesprungen sind.

RD: Ist das Erfolgsrezept von Sparta auf andere Fahrradhersteller zu übertragen?
HN: Das ist nicht so einfach, wie sich die Meisten das denken; schließlich wird dazu ein sehr gutes elektrisches Know-how und viel Zeit zum Testen benötigt. Auch Sparta hat das ION nicht über Nacht entwickelt. Es wurden hier mehrere Millionen Euro und mehrere Jahre in die Entwicklung gesteckt. Aber ein paar andere Hersteller sind auf einem guten Weg, Teil des schnell wachsenden Pedelec-Trends zu werden.

RD: Sehen Sie aufgrund der Hektik unter den Fahrradherstellern eine Gefahr für den Markt?
HN: Ja! Vor allem durch Importeure, die chinesische Komponenten gedankenlos einsetzen ohne zu wissen, was sie tun. Ein Beispiel dafür gab es kürzlich in der Schweiz: Dort hat ein Importeur ein durchaus gutes Pedelec angeboten, das mit einer angeblich sicheren Lithium-Batterie ausgestattet war. Allerdings ist das Haus des Kunden abgebrannt, da sich die Batterie während des Ladens selber entzündet hat. Zum Glück gab es keinen Personenschaden. Sorgen mache ich mir aber auch aufgrund von Produkten, die dem Kunden keinen wirklichen Nutzen bringen und zudem oft überteuert sind.

RD: Sie haben die Entwicklung des Pedelec- und E-Bike-Marktes mit den Produkt-Tests, Ausstellungen und Seminaren seit 1992 entscheidend mitgestaltet. Welche Aktivitäten planen Sie für das kommende Jahr?
HN: Der ExtraEnergy Verein hat eine große Informationskampagne vorbereitet, um eine optimale Weiterentwicklung des Marktes zu fördern.

RD: Was sind die wichtigsten Elemente dieser Informationskampagne?
HN: Wir haben gerade mit dem bisher größten Pedelec- und E-Bike-Test seit Jahren begonnen. Er wird sich noch bis Ende November hinziehen. Für die Publikation der Resultate haben wir den Februar 2006 gewählt. So können wir dem Saisonstart besser auf die Sprünge helfen und verschiedene Neuentwicklungen präsentieren. Die getesteten Fahrzeuge werden an prominenter Stelle von Anfang Februar bis Juni 2006 im weltweit bekannten Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München zusammen mit den Testresultaten ausgestellt. Zeitgleich soll das Sonderheft der Zeitschrift „aktiv Radfahren“ zum Thema Pedelec & E-Bike erscheinen, das auch als Ausstellungskatalog dienen wird. Mehrere Veranstaltungen für Händler und Endkunden sind als Rahmenprogramm zur Ausstellung im Deutschen Museum geplant. Für den leichteren Kontakt von Interessenten zu Händlern wurde erst kürzlich eine neue Händler-Suchmaschine auf der Webseite des ExtraEnergy Vereins installiert.

RD: Weitere Aktivitäten des ExtraEnergy Vereins liegen im technischen Bereich. Wo sehen Sie die Schwerpunkte?
HN: Ja, im technischen Bereich passiert auch sehr viel, oft eher im Verborgenen. Der Energiespeichertest, den wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post AG durchführen, hat inzwischen 15 Teilnehmer. Weitere werden in Kürze folgen, darunter auch ein Hersteller eines Brenstoffzellen-Systems. Am 15. November 2005 findet ein Seminar zu Lithium-Batterien in Frankfurt statt. Dort geht es um das derzeitige Top-Thema Nummer 1: Sicherheit und die UN-Vorschriften für den Transport für Lithium-Batterien. Ebenfalls im November soll ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zum einem LEV-Kommunikationsprotokoll mit passendem Stecker
gemacht werden (EnergyBus.org). Im kommenden Jahr wird es mehrere Veranstaltungen geben, um den Dialog zwischen den Fachwelten in Europa und China zu forcieren. Ein guter Informationsaustausch soll dazu beitragen, die Anzahl der Fahrzeuge mit ungenügender Qualität im Europäischen Markt zu reduzieren.

RD: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg beim Umsetzen der zahlreichen Projekte.
HN: Danke!

Das Interview führte Susanne Brüsch.


Weiterführende Links:
Pedelec- und E-Bike-Test 2005/06
ExtraEnergy Testsiegel
Aktiv Radfahren Sonderheft
LEV-Sonderausstellung im Deutschen Museum
Seminar zu Lithium-Batterien
BatteryTest in Zusammenarbeit mit der Deutschen   Post AG



13. Oktober 2005

 
 

Termine:

12. bis 15. September 2019, Birmingham, UK, The Cycle Show Birmingham

5. bis 10. November 2019, Mailand, Italien, EICMA

alle Termine...