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MetropoleRuhr in Aufbruchstimmung

Die zweite Ruhrgebiets-Verkehrsfachtagung zu Mobilitätsfragen jeglicher Couleur hatte Mitte Dezember 2009 das Ziel, zu erörtern, wie das Ruhrgebiet als Ballungsraum noch besser vernetzt und als Einheit der Welt präsentiert werden kann, um als Metropole wie Paris oder London wahrgenommen zu werden.
 

 
Der Initiativkreis Ruhr, die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet und die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH hatten Entscheider aus Unternehmen, Politik sowie Verkehrsexperten in die Mitte der MetropoleRuhr, nach Bochum, eingeladen, um den Blick auf die Mobilitätsfragen Ruhr zu schärfen. Namhafte Redner sprachen vor namhaftem Publikum. Das Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Metropolregionen als polyzentrischer Ballungsraum mit mehreren Oberzentren, wurde anhand des insbesondere für Unternehmen vorteilhaften, in der Form nur im Ruhrgebiet vorhandenen Mobilitätsmixes, beleuchtet. Die Binnenwasserstruktur, der Seehafenhinterlandverkehr, das Bahnwesen sowie der ÖPNV,wurden genauso thematisiert wie Fragen zum Verkehrsmanagement, Autobahnausbau, Finanzfragen, E-Mobilität in Verbindung mit Fragen rund um die Energieversorgung und Fahrradmobilität. Es wurde dargelegt, dass sich der Warenverkehr die besten Verkehrswege aussucht und somit direkt die Wettbewerbsfähigkeit einer Region bestimmt. Der Wille, die MetropoleRuhr weiter zusammenzuführen und Deutschlands größte Metropole in Mobilitätsfragen weiter auszubauen und auch hinsichtlich E-Mobilität zu optimieren, bestimmte den Tenor der Veranstaltung.

Dr. Wolfgang Kentner (Vorsitzender des Verkehrsausschusses der IHK im mittleren Ruhrgebiet zu Bochum) begrüßte die hochdekorierten Gäste, die aus Entscheidern der Ruhrgebietsstädte, aus den Bereichen Politik, Unternehmen, Verbände, Wissenschaft und Verkehrsexperten bestanden, mit den Worten: „Hier herrscht Not, hier herrscht Handlungsbedarf“. Er plädierte für ein nachhaltiges Verkehrsmanagement, den Ausbau der Infrastruktur, den Einsatz von mehr finanziellen Mitteln sowie für die Reduzierung des Verkehrsaufkommens, um Fahrverbote und Durchfahrverbote zu verhindern. Neue Konzepte seien gefragt. Der Redner, zugleich Geschäftsführende Gesellschafter der Wilhelm Kentner Kraftwagenspedition GmbH & Co. KG, machte zudem deutlich, dass auch die E-Mobilität und die Fahrradmobilität einen entscheidenden Beitrag zur Einhaltung der EU-Emissionsvorgaben leisten könne. Er bekräftigte, dass er große Hoffnung in den anwesenden Minister Lutz Lienenkämper (MDL), Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW, setze, die Metropolregion voranzubringen.

Minister Lutz Lienenkämper antwortete direkt anschließend in seinem Vortrag: „Blick in das Land NRW“, in dem er seine Sicht auf das Ruhrgebiet und NRW erläuterte. „Das Ruhrgebiet steht für einen polyzentrischen Ballungsraum. Dies ist eine neue Art von Ballungsraum, die mit vielen anderen Metropolregionen der Welt nicht vergleichbar ist“, so der Minister. Im Ruhrgebiet gebe es Oberzentren, zwischen denen teilweise größere Flächen liegen. Daher sei mit dem U-Bahnkonzept z.B. aus Paris hier die Lösung nicht gefunden. Die Kernbereiche des Ruhrgebietes seien zwar schon vernetzt, sie müssten jedoch noch weiter vernetzt werden. „Dass sich hier alles ballt, vom westlichen Duisburg bis zum östlichen Dortmund, von Recklinghausen im Norden bis Hattingen im Süden, das ist ein Vorteil des Ruhrgebietes“, sagt der Minister. Es sein ein Gebiet, dass auch aus der Vogelperspektive als ein Raum wahrgenommen werde. Um die Mobilität der Menschen sicher stellen zu können, sei es wichtig, neben dem ÖPNV auch die Mobilität auf den Straßen weiter zu fördern, um die Menschen in alle Winkel der Metropole zu bringen. Erfreulich sei es, dass hier die katastrophalen Zustände wie in den Metropolen Paris oder London zu finden sind, hier so nicht entstehen. Die großflächige Metropole sei ein wesentliches Unterscheidungskriterium, das zum Vorteil gereichen könne. Um den Stau im Ruhrgebiet zu vermeiden, wies der Minister auf den Ruhrpiloten hin, der den Verkehrsteilnehmern Umfahrungshinweise liefert sowie auf den sechsspurigen Ausbau der A 40, die sich schnurstracks horizontal durch das Ruhrgebiet zieht.

Minister: „Erschließung der Großfläche ist Alleinstellungsmerkmal im Ruhrgebiet“.

Autobahnanschlüsse müssten verbessert werden. Der Mobilitätsmix sei in allen Facetten im Ruhrgebiet gefordert. Dazu müsse die Fläche weiter erschlossen werden, Zugfahrpläne sollen ausgebaut werden, um die Oberzentren noch besser zu vernetzen. Dann machte der Minister deutlich, dass dazu Geld nötig sei. „Der Aufbau der Infrastruktur Ost lief gut. Aber meine Damen und Herren: Der Aufbau Ost ist jetzt fertig“, so der Minister, der nun wesentlich mehr Mittel für NRW einfordert und den neuen Bundesverkehrsminister Ramsauer aufforderte, sich hier zu engagieren. Denn die Straßen in NRW seien diplomatisch formuliert: „verbesserungswürdig“. Zur Finanzierung stehe die Maut allerdings nicht zur Debatte, jedenfalls nicht, solange man das derzeit gültige Finanzierungssystem fortführt. „Autofahren ist schon heute teuer genug“, so Lienenkämper, der auch mehr Umwelt- und Lärmschutz einforderte und somit zur Elektromobilität überleitete. „Ein wesentlicher Bestandteil zur Erreichung der Ziele wird im Ruhrgebiet die E-Mobilität sein“, sagt der Minister. „Das Ruhrgebiet hat sich hier als größte und aktivste Modellregion entwickelt“, so sein Lob. Ihm war es wichtig, zu vermitteln, dass in NRW und im Ruhrgebiet neue Technik selbst entwickelt werden müsse, damit es nicht nötig sei, diese zu importieren. Er schloss damit, dass er deutlich machte, dass die metropoleruhr alle Voraussetzungen habe, als Metropole von Rang ihre Zukunft zu gestalten. „Die metropoleruhr hat alle Unterstützung verdient“, wertet der Bau- und Verkehrsminister NRW.

Dass die Verkehrssysteme in der Metropole überlastet sind, dem stimmte Redner Dr. Herbert Lütkestratkötter, Vorstandsvorsitzender der Hochtief AG, zu. Das Ruhrgebiet müsse „Drehscheibe“ für den Warenverkehr sein. Er verwies auf die Binnenwasserstraßen, die für die Region einen großen Vorteil darstellen. Auch er plädierte für die weitere Vernetzung des Ruhrgebietes, auch wenn das Ruhrgebiet schon heute über das engmaschigste Straßennetz in der EU verfüge. Es gelte, den Verkehrsinfarkt zu vermeiden. Der Initiativkreis Ruhr bemühe sich, dass die Landesregierung Gesetze dazu weiterentwickelt. Auch der Ausbau de ÖPNV sein wichtig, sowie mehr Einsatz von moderner Technik. „Ein Denken im Sinne der Metropolregion hat eingesetzt“, beschreibt er die Situation, die das große Interesse des Publikums auf der zweiten Verkehrstagung Mobilität Ruhr belegte. Lütkestratkötter sagt, es sei wichtig, das Verantwortliche und Interessenvertreter weiter ins Gespräch kommen. Viele der angesprochenen Themen spiegelten die Situation in der gesamten Bundesrepublik, so das eine gesamtheitliche Betrachtung vonnöten sei. Im Namen der Industrie forderte er von der Bundesregierung daher eine solide Finanzierung. Verkehr müsse Verkehr finanzieren. Öffentliche und private Partner müssten mehr eingebunden werden. Zudem sei der Erhalt der bestehenden Infrastruktur bereits eine große Aufgabe. Der Ausbau zudem sei wichtig für die Zukunft der Metropole.

Johan Geurts, Geschäftsführer der Seacon van Eupen GmbH in Duisburg, hat sein Unternehmen, ein logistischer Dienstleister mit maritimem Charakter, wie er es in der sich anschließenden Rede nennt, nicht in Venlo in Holland, sondern nur 50 – 60 weiter, im Ruhrgebiet, aufgebaut. Und das aus gutem Grunde. Auch wenn er das Ruhrgebiet nicht wieder als „sexy“ bezeichnete, wie er es vor einiger Zeit bei großem Medienrummel tat, so sagte er: „Wir glauben an das Ruhrgebiet und die Infrastruktur. Deswegen engagieren wir uns hier“. Der große Vorteil des Ruhrgebietes sei es, Verkehrssysteme alternativ einsetzen zu können. Von der Straße, über die Schiene, über Wasser bis in die Luft. Zudem arbeitet das Unternehmen mit Behörden und Wirtschaftsförderung gut zusammen, die Effizienzcluster seien gut. Aber er mahnt auch an: „Wenn ein Land unsicher ist, investiert man nicht. Die Chancen sind unser größtes Risiko!“. Er wies darauf hin, dass sich die Warenströme die Regionen mit der besten Mobilitätsstruktur aussuchen. „Der Welthandel nimmt zweistellig trotz Krise zu“, gab er zu bedenken. Die zentrale Weiterleitung von Warenströmen nach Ost- und Südeuropa seien zentral wichtig. Optimaler Warentransfer sei Voraussetzung für optimalen Handel. Zudem verwies der Unternehmer darauf, dass die Branche ein wichtiger Jobmotor sei. Investitionen und neue Konzepte seien also zu begrüßen. Und: „Dass das Ruhrgebiet sexy ist, habe ich in meiner Rede heute rausgenommen. Aber mit sexy ist das auch so: das muss man pflegen“ weiß Geurts und meint augenzwinkernd auch das Ruhrgebiet.

Bevor die ca. 200 geladenen Gäste sich auf die Workshops verteilten, gab es einen mittäglichen Snack und die Möglichkeit, eines der Workshopthemen, das Thema E-Mobilität, vor den Türen der Gastronomie im Stadtpark, bei Kälte trotz Sonnenschein, im wahrsten Sinne des Wortes, zu erfahren. Die Fahrmöglichkeiten hatte das Netzwerk ruhrmobil-E organisiert.

Experten referierten in den Workshops vertiefend zu den Themen Seehafenhinterlandverkehr, ÖPNV, Verkehrsmanagement, E-Mobilität und Fahrrad-Mobilität.

Mehr zum Workshop E-Mobilität und Gesprächen mit E-Mobilitätsanbietern im Artikel Ruhr: E-Mobilität für 5,3 Millionen Einwohner diskutiert


Text und Foto: Volker Heckmann, vhpress.de

21. Dezember 2009
 

 
 

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