Pedelec und E-Bike Test
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ExtraEnergy legt E-Scooter Test neu auf

Der ExtraEnergy Verein ist bekannt für seine unabhängigen und einzigartigen Tests von Pedelecs und E-Bikes. Jetzt werden auch E-Scooter von den Testexperten getestet. Der letzte E-Scooter Test fand 2002 statt. 2010 erhalten Hersteller von E-Scootern jetzt erneut die Chance die ExtraEnergy Qualitätssiegel für ihre Produkte zu erhalten.
 

 
Die Details des E-Scooter Tests (Kosten für die Hersteller, Überführung der Fahrzeuge zu ExtraEnergy, Termine etc.) werden in Kürze auf dem ExtraEnergy.org Portal veröffentlicht. Erste Vorplanungen sehen die Lieferung der Testfahrzeuge für das Frühjahr 2010 vor. Die Ergebnisse sollen auf der Intermot in Köln im Oktober 2010 vorgestellt werden. ExtraEnergy ist auf dieser internationalen Motorrad, Scooter und Fahrradmesse für das E-Bike Rahmenprogramm verantwortlich.

Andrés Moreno (AM), Redakteur des spanischen E-Bike Portals www.Vehiculosverdes.com, interviewte Hannes Neupert (HN), Vorsitzender des ExtraEnergy Vereins. Er wollte wissen, warum sich ExtraEnergy entschieden hat, erneut E-Scooter zu testen, welche Rolle die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden spielt und worin der Test genau besteht. Lesen Sie hier das Interview...

AM: Warum die Entscheidung E-Scooter zu testen?
HN: Wir haben E-Scooter schon einmal getestet. 2002 haben wir einen E-Scooter Test durchgeführt, aber die Qualität und Anzahl der Fahrzeuge war in den Folgejahren so niedrig, dass wir uns gegen weitere Tests entscheiden mussten. Allerdings glauben wir, dass der Markt für E-Scooter ab 2010 sehr lebendig werden wird und denken, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um E-Scooter wieder näher zu betrachten. Wir erwarten, dass E-Scooter ein Transportmittel der Zukunft werden. Vielleicht nicht in allen europäischen Städten, aber sicherlich in einem Land wie Italien.

AM: Der 3-stufige ExtraEnergy Test für Pedelecs und E-Bikes hat sich als sehr gründlich und umfassend erwiesen. Wird der E-Scooter Test auch aus drei Teilen bestehen, d.h. dem Ergonomietest, den datentechnisch erfassten Testfahrten und sicherheitstechnischen Labortests?
HN: Ja, es wird drei Stufen geben. Vielleicht wird es in Folgejahren sogar vier Testteile geben. 2010 werden wir E-Scooter im Prüfstand, also im Labor testen, einen Ergonomietest durchführen und mit einigen Testfahrten schließen, um die Ergebnisse aus dem Prüfstand zu verifizieren. Ein möglicher vierter Testteil würde eine Steifigkeits- und Konformitätsprüfung sein, doch noch nicht im kommenden Test. Dazu müssen erst noch weitere Untersuchungen angestellt werden und diese werden nicht bis zum nächsten Jahr abgeschlossen sein.

AM: Welche Testteile führt direkt ExtraEnergy durch?
HN: Den ergonomischen Teil und die Testfahrten. Außerdem ist ExtraEnergy für die komplette Auswertung der Ergebnisse aller Tests, die Verleihung der ExtraEnergy Qualitätssiegel und die Veröffentlichung der Testergebnisse verantwortlich. Die HTW Dresden ist Partner und Zulieferer für den E-Scooter Test. Die Hochschule wird von ExtraEnergy bezahlt und der Verein leitet den Testprozess.

AM: Warum die HTW Dresden?

HN: Wir haben die HTW Dresden gewählt, da wir in der Vergangenheit schon zusammen gearbeitet haben und ein sehr gutes Verhältnis aufgebaut haben. Außerdem sind sie schon lange an einem E-Scooter Test mit uns interessiert und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

AM: Wie und was wird die HTW Dresden für ExtraEnergy testen?
HN: Wir haben gemeinsam einen kompletten Tourentestzyklus erarbeitet, z.B. mit ebenen Strecken, Anstiegen, Haltepunkten, Anfahrten, Beschleunigungs- und Bremsabschnitten. Im Test wird jedes Fahrzeug den kompletten Testzyklus durchlaufen und die Ergebnisse aufgezeichnet. Die Batterien werden auch auf Reichweite hin untersucht. Die Ergebnisse aus dem Prüfstand werden voll vergleichbar sein.

ExtraEnergy wird dann selbst noch weitere Testfahrten durchführen um die mechanisch geprüften Ergebnisse zu verifizieren. Einige Testfahrten werden genügen, denn anders als bei E-Bike Tests, bei denen der Fahrer das Ergebnis beeinflusst und deshalb verschiedene Fahrer das Fahrzeug testen müssen, gibt es auf einem E-Scooter keine menschlichen Einflussfaktoren.
Danach kommt der ergonomische Test, bei dem getestet wird, wie einfach sich das Fahrzeug bedienen lässt. Wie einfach lässt sich bspw. die Batterie rausnehmen, laden und einsetzen oder wie komfortabel und stabil ist der E-Scooter.

Wahrscheinlich fragen Sie sich, warum das nötig sein sollte. Die meisten E-Scooter werden in Asien gefertigt, wo die Menschen im allgemeinen kleiner und leichter als in Westeuropa sind. Es ist zu hoffen, dass die Hersteller, die Produkte, die nach Europa exportiert werden diese Unterschiede beachten. Um zum Prüfstand zurückzukommen: Wir erwarten, dass dieser in Zukunft von Herstellern selbst genutzt werden wird um ihre Produkte zu testen.

AM: Müssen die E-Scooter Hersteller auch zwei Exemplare jedes zu testenden Modells liefern, wie es für die E-Bike und Pedelec Tests nötig ist?

HN: Ja. Aus zwei Gründen. Erstens, nur wenn ein Problem an beiden Exemplaren auftritt, können wir sicher sein, dass es sich um mehr als eine Panne handelt, nämlich einen Produktionsfehler, der dem Hersteller und den Konsumenten mitgeteilt werden muss. Zweitens, nur mit einem zweiten Exemplar können wir den Test fortsetzen, sollte eines der beiden nicht mehr funktionieren.

AM: Ist dieser ExtraEnergy E-Scooter Test der erste solche Test in Deutschland?

HN: Nein, eine Reihe von Magazinen hat E-Scooter Tests durchgeführt. Allerdings hat niemand zuvor einen solch vollständigen Test insbesondere der elektrischen Komponenten an E-Scootern gemacht.

AM: Wird ExtraEnergy in Zukunft auch zwei Tests für E-Scooter durchführen, so wie es seit 2009 für Pedelecs und E-Bikes üblich ist?
HN: Nein. Es gibt sehr viel weniger E-Scooter Hersteller weltweit als es Pedelec- und E-Bike-Produzenten gibt. Der Markt für E-Scooter ist bisher auch sehr klein in Europa. Es gibt z.B. nur etwa vier E-Scooter Hersteller in Europa. Wir erwarten im nächsten Jahr etwa 15 E-Scooter zu testen. Damit würden wir schon einen größeren Prozentsatz des gesamten E-Scooter Markts abdecken, als uns das mit den 60 getesten E-Bikes und Pedelecs 2009 für den E-Bike Markt möglich war. Wir planen einen E-Scooter Test alle zwei Jahre durchzuführen, aber sind bereit die Frequenz zu steigern, sollte der Markt dies hergeben.

AM: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
HN: Es war mir ein Vergnügen.

Anmerkung: Alexander Reuter, ein Mitglied des Testteams der HTW Dresden, hat im Rahmen seines Ingenieurstudiums 2009 eine vergleichende Studie der elektrischen Systeme von E-Scootern durchgeführt. Für Interessierte gibt es ein Exemplar seiner Abschlussarbeit hier zum Download.

Das Interview führte Andrés Moreno
Transkription: Christoffel Volschenk
Übersetzung: Nora Manthey

11. Dezember 2009


 
 

Termine:

21. Juni 2019, Westendorf, Kitzbüheler Alpen, Österreich
E-Bike Fachkongress

22. und 23 Juni 2019, Westendorf, Österreich, E-bike Festival Kitzbüheler Alpen

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