Werben mit ExtraEnergy
twitter facebook

·························
Produkte:
·························

 · Test IT Show

 · Neuheiten
 · Test 2019
 · Test 2018/2019
 · Test 2017/18
 · Test 2017
 · Test 2016/17
Test 2016
 · Test 2015/16
 · Test 2015
 · Test 2014/15
 · Test 2014
 · Test 2013/14
 · Test 2013
 · Test 2012/13
 · Test 2012
 · Test 2011/12
 · Test 2011
 · Test 2010/11
 · Test 2010
 · Test 2009/10
 · Test 2009
 · Tests 2001-2008
 · E-Roller
 · Fahrzeugtypen
 · Pedelectypen
 · Archiv

© 2019 ExtraEnergy.

· Kontakt
· Impressum
· Datenschutz

· Presseinformation

 


24 Jahre ExtraEnergy Tests

34 Jahre aktiv für solare Mobilität. Imagewandel von peinlich nach cool. Hannes Neupert (1. Vors. ExtraEnergy e.V./Executive Director EnergyBus e.V.) informiert im Editorial des ExtraEnergy Magazins Nr. 14.
 

 

Es ist nun 24 Jahre her, seitdem der erste Testbericht publiziert wurde, aus dem der ExtraEnergy Verein hervorgegangen ist. 
 
Damals, im Jahr 1992, gab es drei unterschiedliche Elektrofahrräder auf dem Weltmarkt. Heute, 2016, gibt es wohl so um die 35.000 aktuell verfügbare Modelle, die auf dem Weltmarkt angeboten werden. 1992 wurden weltweit rund 2.000 Elektrofahrräder verkauft. 2016 werden es wohl eher um die 37 Millionen sein. 

Imagewandel von peinlich nach cool
1992 war das Elektrofahrrad ein Fahrzeug für die, die nicht mehr Fahrrad fahren konnten, denen es egal war, wenn sie ihre Nachbarn dafür bemitleideten, dass sie so etwas fahren mussten. Heute ist das Offroad Pedelec das Fahrzeug, mit dem man von seinem Nachbarn neidische Blicke bekommt. Mit dem man zum Stammtisch vorfahren kann und alle fragen, was das geile Teil für Features hat. Und ob man auch mal Probe fahren darf. Doch in 24 Jahren werden wir über die heutigen Produkte genauso lächeln wie heute über beispielsweise die Hercules Electra aus dem Jahr 1992, das damals meist verkaufte Modell weltweit. 
 
34 Jahre aktiv für solare Mobilität
Für mich ist die aktuelle Zeit wirklich beeindruckend, denn nach nun 34 Jahren, die ich mich fast ausschließlich mit Leicht-Elektro-Fahrzeugen beschäftige, ist dieses viele Jahre so ignorierte Thema nun normal geworden. Die ehemals „normalen Fahrräder“ werden von den Händlern in den Läden immer mehr zur Seite geschoben und an erster Stelle stehen die Gewinnbringer der Fahrradbranche: die Pedelecs. Auch, wenn sie oft lieblos und aus Unverständnis von Marketingexperten E-Bikes oder noch schlimmer EPACS genannt werden.
 
Hans(1) und Elon (2) = komfortable und erschwingliche Mobilität für die ganze Welt
Der Mann, der mich vor 34 Jahren auf das Thema Solare Mobilität gebracht hat - der Australier Hans Tholstrup, sagt mir schon seit vielen Jahren, dass das Lasten Pedelec das wichtigste Verkehrsmittel für die Zukunft der Welt ist. Er spricht hier davon, dass mehrspurige Pedelecs mit einem oder mehreren Sitzen und ganz viel Transportmöglichkeiten sowie einem Sonnendach mit Solarzellen zur Stromversorgung sowohl die Flächen der Welt als auch die Metropolen neu mobilisieren werden… 
 
Ein Fahrzeug, welches dieser Vision schon recht nahe kommt, durfte ich als fahrbaren Prototyp im Februar 2016 in Herzogenaurach in der Entwicklungsabteilung von einem der größten deutschen Automobilzulieferer, der Firma Schaeffler, Probe fahren. Ein Fahrzeug, welches den Visionen meines Mentors Hans Tholstrup schon recht nahe kommt. Solch ein Fahrzeug, kombiniert mit dem Ansatz von Elon Musk, der beschreibt, dass die Zukunft der Straßenfahrzeuge darin liegt, dass diese für den Besitzer eigenständig ihren Unterhalt verdienen können. Einfach dadurch, dass er sie ab und zu bei Nichtgebrauch für einzelne Stunden am Tag oder auch tage- oder wochenweise per App vom stumpfsinnigen Warten am Straßenrand oder in der teuren Garage freistellt und selbstständig arbeiten lässt. So dass sich die Fahrzeuge in die Flotte des IÖVs (Des Individuellen Öffentlichen Verkehrs) einreihen, Menschen oder Waren dort, wo Bedarf ist, abholen und an ihre Ziele fahren und danach wieder selber zum nächsten Job oder zum Eigentümer weiterfahren, um ihn beispielsweise von der Arbeit abzuholen. Quasi so etwas wie eine Kreuzung aus Bus, Taxi, Uber, öffentlichen Mieträdern, Lastendronen,… 
 
Die Technologien, die es dafür braucht, gibt es heute schon alle, sie müssen nur noch richtig miteinander kombiniert und dann großindustriell robust und kosteneffizient produziert werden. Etwas, das die Autozuliefer-Industrie und die Consumer-Elektronik-Industrie potentiell am besten können. 
 
In 20 - 30 Jahren werden wahrscheinlich schon 100 + Millionen solcher autonomer Solar Pedelecs auf der Erde fleißig Menschen und Waren transportieren und Mobilität perspektivisch für alle komfortabel und erschwinglich immer und überall verfügbar machen.
 
Lastenräder und BIKE BILD 
Es waren intensive  Monate und Wochen, dank des 2. Lastenrad Pedelec Tests, der ab April 2016 bei ExtraEnergy von Arne Behrensen und Wasilis von Rauch durchgeführt wurde. Das neueste Produkt des Axel Springer Verlages, die BIKE BILD, gesellte sich mit einem Auftrag dazu, zuerst 10 und dann noch weitere 10 Pedelecs zu testen. Die Anforderung der BIKE BILD war auch, die Bremsen zu testen. Da ExtraEnergy nur Straßentests durchführt und Kundenwunscherfüllung misst, wurde dazu velotech.de in Schweinfurt beauftragt. 
 
Wie schon bei den Tests in den Jahren 2009 bis 2012, als ExtraEnergy zusammen mit velotech.de Bremstests durchführte, gab es viele Versager… und dies in allen Preiskategorien. Bei ExtraEnergy ist es üblich, den Herstellern ein schlechtes Testresultat vor der Veröffentlichung zu melden, um sie zu Verbesserungen zu bewegen, die Mängel noch vor der Publikation auszuräumen oder, im schlimmsten Fall, zu einem Produktionsstopp und einen Rückruf zu bewegen. So passiert beim LLobe - zumindest hat hier die Baumarktkette Obi den Verkauf bis auf weiteres zum 1. August 2016 eingestellt. Mehrere Lastenradhersteller haben bei ihren Produkten das zulässige Gesamtgewicht abgelastet und die Bremsanlagen verbessert. 
 
Aber auch beim Kompaktrad Sahel von Kalkhoff, welches schon rund 25.000 mal verkauft wurde, stellten wir Bremsversagen fest und das, obwohl dort die seit Jahren bewährte Magura Felgenbremse HS11 montiert war. Nach sehr großem Engagement, sowohl vom Bremsenhersteller Magura als auch vom Fahrradhersteller Kalkhoff, stellte sich am Ende heraus, dass sich die Eigenschaften der Bremsbeläge offensichtlich über die Jahre geändert haben und sich die mit den schwarzen Bremsbelägen erzielten Werte mit den heute gelieferten nicht mehr erzielen ließen. Das Resultat ist, dass Kalkhoff ab sofort nur noch die roten Bremsbeläge ausliefert und den Kunden anbietet, bei ihren Rädern einen Bremsbelags-Tausch durchführen zu lassen. 
 
Das Engagement der Industrie war zumindest in diesem Fall hervorragend. Andere Hersteller, beispielsweise Shimano, haben sich da eher unrühmlich zurückgehalten und so getan, als ob es sie nichts anginge, was ihre Kunden mit hren Produkten so machen. Das „Honda-Urteil“ des Deutschen Bundesgerichtshofes von 1987 spricht da eine andere Sprache - der Hersteller sollte also besser beobachten, was die Kunden mit seinen Produkten so machen und die Produkte eindeutig ausloben. 
 
Ich freue mich sehr, dass die tapfere Redaktion der BIKE BILD das Prinzip der Nachbesserungs-Möglichkeit vor der Publikation übernommen hat. Im Gegensatz dazu prangert die Stiftung Warentest aufgetretene Probleme seit Jahren reißerisch - aber auch recht erfolglos - an. Hersteller erhalten weder eine  Vorankündigung noch eine Nachbesserungs-Möglichkeit bzw. die Möglichkeit, die Produkte vom Markt zu nehmen. Gleichzeitig wird nicht preis gegeben, wie genau getestet wurde, was letztlich nicht zur Aufklärung der Probleme beiträgt. Stattdessen wird öffentlich hingerichtet und versucht, als Institution eigene Vorteile zu erhaschen (höhere Auflagen). 
 
Längere Produkt-Lebensdauern scheinen zu kommen…
Ein Grund für Qualitätsprobleme ist oft das ständige Ändern der Spezifikationen von Pedelecs. Ein Indiz, dass sich dies zu ändern scheint, sind so viele Wiederholer im Test wie noch nie zuvor. Also Pedelecs, die ExtraEnergy Im Herbst 2014 oder später getestet hatte und die heute noch so oder sehr ähnlich angeboten werden. Das ist ein gutes Zeichen, denn ein gutes Pedelec sollte 3 - 4 Jahre ohne wesentliche Änderung im Markt verweilen können. Innovation im Detail (z.B. der Software, oder in einzelnen Modulen, sollte ausreichen). 
 
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre auf den Seiten des:
 
 
Hannes Neupert, 1. Vorsitzender ExtraEnergy e.V. 
 
 
 
(1) Hans Tholstrup wurde am 8. November 1944 in Dänemerk geboren und ist als Jugendlicher nach Australien gezogen, wo er heute noch lebt. 1982 durchquerte er mit einem Solarmobil Australien, 1987 organisierte er die erste World Solar Challenge, ein Rennen für Solarmobile von Darwin nach Adelaide. Seit Mitte der 90er Jahre beschäftigt er sich intensiv mit Solarfahrrädern und deren Perspektiven. Ein Zeitungsbericht über ihn hat mich 1982 für die Solare Mobilität begeistert und dazu inspiriert, dies zu meinem Lebensthema zu machen. 
 
(2) Elon Musk, am 28. Juni 1972 in Südafrika geboren, wanderte als Jugendlicher nach Kanada aus und lebt heute in den USA. Bekannt als Frontmann von Tesla, Hyperloop, SolarCity und SpaceX. Er ist meines Erachtens aktuell der disruptivste Innovationstreiber der Mobilität, den wir aktuell auf dem Globus haben.
 
 
 
Text: Hannes Neupert
Bild: Angela Budde, BIKE BILD, Moritz Grünke
 
Online Veröffentlichung: Angela Budde
 
Datum: 7. Oktober 2016
 

 
 

Termine:

21. Juni 2019, Westendorf, Kitzbüheler Alpen, Österreich
E-Bike Fachkongress

22. und 23 Juni 2019, Westendorf, Österreich, E-bike Festival Kitzbüheler Alpen

12. bis 15. September 2019, Birmingham, UK, The Cycle Show Birmingham

5. bis 10. November 2019, Mailand, Italien, EICMA

alle Termine...