Pedelec und E-Bike Test
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Styriette: Vom Leichtmotorrad zum Pedelec mit BionX

Ein Leicht-Motorrad aus dem Jahre 1938 erfährt 2010 seine Neuauflage als Elektro-Leicht-Fahrzeug (LEV). Die neue Styriette ist ein modernes und leistungsstarkes Pedelec, dessen Konzept altbekannt ist und nur vergessen war. ExtraEnergy hatte den Prototyp schon mal im Test. Ein rückblickender Vorgeschmack…
 

 

Energie aus und für die Steiermark
Innovation kommt 2010 aus Österreich, direkt aus der "Stadt voll Energie" - Weiz in der Steiermark. Genau genommen kommt die Energie von der Firma Magna Marque, die zur Magna Inc. Gruppe gehört. Die treibendenden Kräfte hinter Magna sind zwei Weizer. Zusammen mit dem Konzern von Magna Inc. Gründer Frank Stronach, hat der ebenfalls in Weiz geborene Gingl 2008 die Firma Magna Marque gegründet, 70 Jahre nach der Produktion der Styriette in Graz. 

Gingl zeichnet als Visionär und Verantwortlicher seit 44 Jahren für die Entwicklung vieler Magna Technologien verantwortlich, darunter einer der beliebtesten Pedelec Antriebe am Markt, der BionX Motor. Damit ist dem eigentlichen Autozulieferer Magna Inc. über die Tochter Magna Marque erfolgreich der Eintritt in den Pedelecmarkt gelungen. 

Jetzt hat die Firma Magna Marque in steirischer Tradition gegraben und einen wahren Schatz zu Tage gefördert. Die Styriette, ein Leicht-Motorrad der Steyr-Daimler-Puch Werke, das eigentlich ein verbrennungs-motorisiertes Fahrrad war. Dieses Konzept wird nun auf ein Pedelec mit BionX-Antrieb übertragen.
 
Die original Styriette von 1938
In der Steiermark beschäftigte man sich schon früh mit dem schnellen und einfachen Fortkommen in bergiger Gegend. Unter dem Entwickler Marcellino entstanden in den 1930er Jahren mehrere sog. "Leicht-Motorräder". Das leichteste war die Styriette mit Einkolben-Zweitakt-Motor, der mit 60,3 ccm Hubraum und 1,5 PS Motorleistung eine Geschwindigkeit von bis zu 35 km/h erreichen konnte. Dazu kam eine 12% Steigfähigkeit des Gefährts. 
Die Styriette war als "Volksmotorrad" konzipiert und verkaufte sich in ihrem ersten Jahr 2.300 Mal, in Damen- und Herrenversion. Der zweite Weltkrieg machte eine weitere Produktion unmöglich und das Vehikel wurde 15 Jahre später ohne Neuauflage vom Mofa abgelöst. Heute gibt es LEVs.

Modernes Marketing
Der eigenwillige Rahmen wurde extra für die Styriette entworfen und von Beginn an dem Fahrradsegment zugeordnet. Die Steyr-Daimler-Puch Werke zielten damit auf die damals schon "wertvolle" Zielgruppe der über 16jährigen, die als mobil, qualitäts- und stilbewusst galten.

Die Argumente von damals gewinnen im Angesicht von Pedelecs neue Überzeugungskraft. Die Werbestrategie für die Styriette von 1938: "Keine Steuern, kein Versicherungszwang, kein Führerschein" klingt wie aus einem Werbeprospekt für heutige Pedelecs.  Darauf baut die Styriette von Magna Marque und verbindet moderne Kommunikation mit klassischem Design und fortschrittlicher Antriebstechnik. Auf der neuen Styriette Webseite versucht man alles, um die neue Styriette mit der Geschichte des Originals zu verbinden und aufzuwerten, mit einigem Erfolg. In Foren wird das neue Pedelec bereits mit Spannung erwartet.
 
Optik
Optisch ist die neue Styriette stark an das ursprüngliche Design angelehnt. Sie schwingt zwischen Kleinmotorrad und klassischem Hollandfahrrad. Das Aussehen wirkt edel und ist keinesfalls leeres Versprechen. Die Teile sind qualitativ hochwertig. Gewickelte Ledergriffe und Ledersattel von Brooks, Schwalbe "Fat Frank" Reifen und der Alu Cruiser Lenker erhalten die Aura eines Klein-Motor-Rads aus den 1930ern. Dabei mussten die Fahrzeugbauer nicht lange suchen um den Retro-Look zu (re-)kreieren. Fast alle Teile stammen aus dem regulären Handel. Schutzblech und Kettenkasten sind eigens für die neue Styriette kreiert. Ein weiteres Detail, das besonders gefällt ist die Paralellogrammgabel, die typisch für historische Kleinmotorräder war. 

Antrieb
Heute zählen Volt und Watt, nicht PS. Anstelle von Hubraum hat die Styriette der neuen Generation die Power des BionX IGH3TM Antriebs. Der Hinterradnabenmotor fügt sich nahtlos in den Stil der Styriette ein. Ein deutlicher Unterschied ist die Integration der Batterie in den Gepäckträger. Bei der original Styriette war der Tank elegant zwischen Hinterrad und Rahmen eingepasst. Die Lösung der neuen Styriette ist geschickt, unauffällig und doch wirkungsvoll: die Batterie ist in der Farbe des Rahmens lackiert. 

Leistung
ExtraEnergy durfte einen Prototypen (bisher existieren nur etwa 10 Fahrzeuge) schon mal testen. An dieser Stelle sei nur so viel verraten: auch die Stärke der neuen Styriette liegt am Berg und in einer kräftigen Beschleunigung. Das Gewicht dürfte geringer als bei ihrem Original sein, sie ist mit 26,8 kg leichter als sie aussieht und nah am Mittelwert der getesteten Fahrzeuge.
 
Alle Details und vollständigen Testergebnisse 2009/10 gibt es im März im neuen ExtraEnergy Magazin.
 
Testergebnisse 2009 auch gedruckt auf Anfrage
 
Text: Nora Manthey
Foto: Patrick Knappick
 
 1. Februar 2010
 

 
 

Termine:

13. bis 18. Mai 2019,
Tanna, Deutschland
Pedelec Prototypen Test

21. Juni 2019, Westendorf, Kitzbüheler Alpen, Österreich
E-Bike Fachkongress

22. und 23 Juni 2019, Westendorf, Österreich, E-bike Festival Kitzbüheler Alpen

12. bis 15. September 2019, Birmingham, UK, The Cycle Show Birmingham

5. bis 10. November 2019, Mailand, Italien, EICMA

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