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Mobile Zukunft als Konzeptkunst: Hysun3000

Zukunft ist das Kernkonzept des Hysun3000. Der Hysun wurde 2004 mit einer 3.000km langen Europareise (Berlin - Barcelona) von seinen Erfindern in Szene gesetzt. Das dreirädrige Leicht-Vehikel fährt mit moderner Brennstoffzellentechnik und ist ein Muster an Leichtbau und Aerodynamik. Jetzt wird der Hysun3000 als Zukunftskonzept ausgestellt.
 

 
Hysun bei RUHR.2010 und der Arte Sustenible

Zukunft ist ein Thema der RUHR.2010, bei der der Hysun3000 im September seinen Gastauftritt hat. Die RUHR.2010 ist das Programm mit dem die Stadt Essen als Kulturhauptstadt 2010 für die gesamte Ruhrregion steht. Fragen nach dem Leben in einer zukünftigen Metropole werden u.a. aus dem Blickwinkel der Kunst, des Designs und der Architektur betrachtet. Obwohl allzeit fahrbereit, reist der Hysun3000 nun nicht mehr aus eigenem Antrieb, sondern ist in aufklärerischer Mission unterwegs. 
Die wandernde Kunst- und Design Ausstellung Arte Sustenible wurde von der UNO ins Leben gerufen um Nachhaltigkeit, in den Worten der UNO „Generationengerechtigkeit“, erfahrbar zu machen. Auf der Ausstellung stellten über 70 Künstler und Initiativen aus 17 Ländern aus. Auch ihnen geht es dabei um einen Kulturbegriff der Zukunft: Wie werden wir leben, wie wollen wir leben, wenn das Zeitalter der fossilen Energieträger endet? Sicher ist, es wird ganz neue Wege der individuellen Fortbewegung geben.

Nachhaltig kreativ
Beide Veranstaltungen nähern sich dem Thema Nachhaltigkeit kreativ. Dass Generationengerechtigkeit etwas mit Design zu tun haben kann, war für viele Besucher der Arte Sustenible eine neue Erfahrung. Der Hysun3000 ist schon jetzt so etwas wie der heimliche Star der Ausstellung. Nicht nur sein Design, sondern seine Leistung überzeugen. Schirmherrin Frau Umweltministerin Gönner war ehrlich erstaunt und beeindruckt: „Umgerechnet nur 0,4 l Benzin auf 100 km? Aber mit Solarunterstützung?!“ Nein, ohne. Der Hysun3000 ist mit einer hochmodernen Brennstoffzelle ausgestattet. Die Protonen-Austausch-Membran der Zelle wurde von Ballard entwickelt. Wasserstoff reagiert hier mit Sauerstoff aus der Luft zu und Wasser. Die aus dieser Reaktion gewonnene Energie treibt zwei Kasbauer Motoren an. Selbst Bremsenergie wird beim Hysun3000 noch umgewandelt.

Hysun sorgt für Zündstoff
Der Hysun3000 „ist Konzeptkunst vom Feinsten“ sagt Fleiner und bezeichnet das Vehikel gern als „Kommunikationsplastik“. Denn der Hysun hat nicht nur eine bewegte Geschichte und 2 Weltrekorde aufgestellt, sondern sorgt für Geschichten. In der Bundeskunsthalle Bonn passte das Ausstellungsstück z.B. nicht durch die Tür der Galerie. Die Erbauer hatten nicht an Autos der Zukunft als Exponate gedacht. Im Umweltbundesamt (UBA) in Dessau sorgte der Hysun3000 dann für einen regelrechten politischen Eklat. Auf Anordnung des UBA Vizepräsidenten Dr. Holzmann wurde das Wasserstoffauto aus der Ausstellung verbannt. Der Grund: Unterwanderung des herrschenden Nachhaltigkeitkonzepts. Das UBA spricht sich gegen den Einsatz von Brennstoffzellen in PKWs aus. Man will, dass die Industrie zunächst das Einsparpotenzial konventioneller Antriebstechnik ausschöpft. Die Wasserstofftechnik wird als zu teuer und ineffizient betrachtet, außerdem fehle die nötige flächendeckende Infrastruktur. 
Nur, als die ersten Benziner begannen die Straßen zu bevölkern, gab es Benzin auch nur in Apotheken zu kaufen, also keineswegs ein flächendeckendes Netz von Tankstellen. Das Argument, dass der Hysun mehr ist als eine Brennstoffzelle, also z.B. Leichtbau, Aerodynamik und Rückgewinnung der Bremsenergie ideal nutzt und eine TÜV Zulassung besitzt, half nicht die Leitung umzustimmen: Es blieb beim Hinauswurf.
 
Hysun3000 hat Zukunft
Kurator Fleiner lässt sich durch politische Querelen nicht entmutigen und verweist gern auf die vielfältigen Möglichkeiten der Wasserstoffgewinnung, z.B. aus überschüssiger Solar- und Windenergie, aus Grundlaststrom, aus Biogas oder Hilfe der Solarchemie. Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt hat gerade ein Verfahren entwickelt, mit dem sich mit einem keramischen Katalysator und einem Eisenrost bei ca. 800o Celsius Wasserdampf in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten lässt. Ein praktikables Verfahren mit dem sich kostengünstig und emissionsfrei Wasserstoff herstellen lässt.
„Dem Hysun geht es gut“, versichert Kurator Samuel J. Fleiner dann auch gutgelaunt. Zwischen seinen zahlreichen Auftritten stehe er gut verpackt in einer Transportkiste. Neben der RUHR.2010, soll es in diesem Jahr vielleicht nach Dresden, Wien, Genf und New York gehen, doch das ist noch Zukunftsmusik. 
 
 
 
Text: Nora Manthey, Angela Sophia Wagner
Foto: Susanne Brüsch
 
11. Januar 2010
Aktualisiert: 9. Februar 2010
 
 
 

 
 

Termine:

12. bis 15. September 2019, Birmingham, UK, The Cycle Show Birmingham

5. bis 10. November 2019, Mailand, Italien, EICMA

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