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Update zu Sicherheitsvorschriften für Lithium Batterien

Anlässlich der Eurobike 2009 gab BATSO Projektleiter Tim Schäfer einen Überblick zu den Sicherheitsvorschriften für Lithium-Batterien und kürzlichen Änderungen. Hersteller von Pedelecs und E-Bikes sollten sich damit auskennen. Den Vortrag gibt es hier zum Download.
 

 
Die Elektromobilität ist individuell, lokal emissionsfrei und in großer Stückzahl bereits verfügbar. Vor dem Hintergrund strategischer Überlegungen, Klimaschutz, der Abhängigkeit vom Öl und mehr und mehr regenerativem Stromangebot, ist elektrisch fahren auf der politischen Agenda gesetzt und die Märkte sind bereits eigendynamisch und nehmen weiter Fahrt auf. Ja die Weisen politischen Strategen werden Deutschland erfolgreich zum Leitmarkt Elektromobilität machen. Ganz führend in diesem Trend die Weltmesse Eurobike 2009 in Friedrichshafen, die viel Elektromobilitätsangebote, vom herkömmlichen Elektrofahrrad bis Pedelec zeigte. Alle mit Batterie, deren Funktion und Qualität von ExtraEnergy getestet wird, der Name auch Programm ist. Die ausgestellten Elektromobilitätsangebote sind von folgenden Trends gekennzeichnet:

• Lithium Ionen Batterien von ca. 210 Wattstunden bis ca. 1 Kilowattstunde
• Die Akkus stammen von den Fahrzeugherstellern
• Nur teilweise sind Sicherheitshinweise am Akku zu finden
• Es werden Akkudesigns gleicher Bauart von unterschiedlichen Herstellern verwendet

Testergebnisse sind fast durchweg positiv und zeichnen diese Produkte als hochwertig und gut im Preis- Leistungsverhältnis aus. Dabei geht der Trend zu mehr Extraenergiegehalt, wobei 1 Kilowattstunde und mehrere Batterien am Leichtfahrzeug auch für deren sicheren Betrieb eine Herausforderung sind. Dabei sollte man nicht vergessen, eine Kilowattstunde reicht, um etwa 130 Toastbrote zu rösten.

Fahrradbauer sind
Im zentralen Focus der Industrie stehen hier die Sicherheit und die Kosten. Den Leichtelektrofahrzeugherstellern sind offenbar unzureichend Bestimmungen und Konsequenzen aus bestehenden Vorschriften bekannt. Ein Akku ohne Hinweise, wie das auf Entsorgung mit der durchgestrichenen Mülltonne, gehört an kein Produkt. Auch fehlende Sicherheitshinweise sind ein schwerwiegendes Manko. Fraglich ist auch, ob die Fahrradhersteller, die jetzt auch – gegen die Interessen der Batteriehersteller- Batterien unter Ihrem guten Firmennamen herstellen und vertreiben sich der Konsequenzen bewusst sind, die sich aus dem Deutschen Batteriegesetz vom 25.06.2009 ergeben, welches zum 01.12.2009 in Kraft tritt (in Folge EU Richtlinie 2006/66/EG).

Denn danach ist ein Fahrradhersteller ggf. auch Batteriehersteller, ob diese Firmen bereits Ihren Gegenstand geändert, die Haftpflichtversicherungen umgeschrieben und erhöht, die Märkte produkthaftungstechnisch beobachten und analysieren und bilanztechnische die Gewährleistungsrückstellungen usw. erhöht haben? Ist die Rücknahme der Batterien geregelt? Werden die Kunden insbesondere darauf hingewiesen, dass eine Fahrradbatterie in aller Regel nicht im Fluggepäck (Verbot!) für den Urlaub aufgegeben werden darf? Wie gesagt, alles Fragen, die einen Batteriehersteller betreffen, die über das Einverleiben der Batterieherstellung sich nur noch wundern können. Oder ist die Leichtelektrofahrzeugindustrie hier womöglich der asiatischen Weisheit auf dem Leim gegangen? Jedenfalls ist offenbar ein Großteil der Batterien asiatischer Herkunft. Weil die gut und billiger sind, jedenfalls im Vergleich zu einer Batterie, wie Sie in Deutschland konform gebaut werden kann, Kapazitäten dafür in Deutschland gibt es ausreichend.

Ab 01.03. 2010 müssen alle Batteriehersteller nach dem Gesetz in Deutschland registriert sein, also auch die Fahrzeugbatteriehersteller, sonst gilt grundsätzlich ein Vermarktungsverbot, unserem Gesetzgeber sei dank.

Produktsicherheit und UN- Prüfvorschriften
Die Kunden der Kleinelektrofahrzeuge erwarten Sicherheit, die Sicherheit geht vor. Nicht qualifizierte Produkte mit Batterien gehören nicht in den Markt und es ist unabhängig von Gewährleistungs- oder Produkthaftungsfragen legal nicht möglich, ungeprüfte Batterien zu versenden. Hier werden die Batteriehersteller und staatliche sowie nichtstaatliche Organisationen mit entsprechender Schärfe gegen Verletzungen vorgehen. Es steht viel auf dem Spiel, und Gefahrgut als Ersatzteile oder bike-Teile in Massen falsch deklariert oder ungeprüfte oder nicht ausreichend geprüfte Lithium-Ionen Batterien einzusetzen, verletzt geltendes Recht.

Gut zu wissen, dass die qualifizierten Batteriehersteller eigene, detaillierte Prüfpläne haben für Batterien oder das es BATSO gibt, die unabhängig nachprüfen.

In den Hallen der Eurobike wurde viel visualisiert, „das To-Thema waren Elektroräder“, die Industrie wird ausreichend Sorge tragen, dass das Heißeste am Fahrrad nie die Batterie ist.

Vortrag zu Sicherheitsvorschriften für Lithium-Batterien von Tim Schäfer

(PDF Download, 1,4 MB)

Mehr zu BATSO (Englisch)

Text: Tim Schäfer
Foto: Susanne Brüsch

21. September 2009

 
 

Termine:

7.-12. September 2021, IAA, München, Testparcours

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