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Batterietechnik

Das Pedelec entwickelt sich rasant im Markt. Die Batterietechnik hat die Basis dafür gelegt, dass sich das Pedelec in den vergangenen Jahren in seiner (...)
 

 
(...) Funktion, bezogen auf Reichweite, Unterstützungsfaktor und Zuverlässigkeit so positiv entwickelt hat. Alles basiert auf dem verfügbar werden der Lithium-Batterietechnik. Was Batterien in 10 Jahren können werden, ist noch nicht absehbar. Doch eines ist sicher: Auch der sehr gute Stand von heute ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Es geht noch viel weiter und das Ende der Entwicklung ist noch nicht absehbar. Ob es für alle Zeiten Lithium bleiben wird, auch das ist noch nicht klar.

Batterietechnik Glaubenssache!
Egal welche Chemie und welcher Batteriehersteller: Hersteller neigen sehr dazu, zu behaupten, dass ihre Batterie besser sei als die aller anderen Anbieter. Oft mit wenig fundierten Argumentationen, die eher dem Marketing als der Technik entlehnt sind.
Die Funktion der Batterie lässt sich für uns gemeinsterbliche, die nicht Doktoren der Chemie sind, nicht von alleine erschließen. Daher ist es kaum verwunderlich, dass sich unter diesen Umständen schnell Legenden bilden.
Unter Fachleuten werden geheime Tricks diskutiert. Wie lässt sich das Leben von Batterien verlängern? Wie kann die beste Leistung aus ihnen herausgeholt werden? Leider wollen viele Hersteller und Anbieter von Batterien diese Funktionen in der Regel nicht verbriefen. Deshalb empfehle Ich Ihnen, dass Sie den Marketing-Aussagen nicht so viel Beachtung schenken, sondern sich mehr auf das fokussieren, was die Hersteller tatsächlich garantieren. Also in Jahren-Lebensdauer oder in Lebensdauer-Zyklen.
Doch gerade bei der Lebensdauer hilft es wenig, wenn 500 Batterie-Voll-Zyklen (also 500 vollständige Entladungen und 500 vollständige Ladungen) garantiert werden, wenn es sich nicht nachweisen lässt, ob dieser Wert schon erreicht wurde. Dann hilft es einem eventuell doch nicht, dass man 2 Jahre Garantie auf der Batterie hatte, da der Lieferant behaupten kann, dass man schon über die 500 Zyklen gekommen sei. Dies kann bei Pendlern durchaus sein, wenn sie die Batterie auf einer einfachen Strecke zur Arbeit leer fahren und so auf 2 Zyklen pro Arbeitstag kommen.

Also oft hilft nur der Glaube, dass man bei dem gewählten Produkt einen seriösen Anbieter gefunden hat, der im Zweifelsfall auch in ein paar Jahren noch existiert,  wenn man dann eventuell ein Problem mit der Batterie hat. Dies ist sicherlich auch etwas, was hinter dem Markterfolg des Bosch Antriebs steht. Kunden vertrauen sicherlich zu Recht dem Namen und Bosch wird sicherlich alles tun, damit der gute Name nicht durch unzufriedene Kunden beschädigt wird.

Trend zu mehr Reichweite ungebrochen
Nicht immer ist mehr besser. Viele Hersteller drücken bei der Reichweite auf die Tube und versprechen den Kunden immer mehr Reichweite. Die Kunden wiederum nehmen die Versprechungen oft ungeprüft als sinnvoll entgegen. Doch was bringt einem 100 km Reichweite, wenn man nur 10 km zur Arbeit fährt und so eigentlich mit 30 km Reichweite mehr als genügend hätte? Es bedeutet nur mehr Gewicht, mehr Initialkosten und höhere Kosten beim Tausch der Batterie.

Die Batterie altert auch ohne die Nutzung der Kapazität (kalendarische Alterung). So lange es von Kundenseite kein kritisches Hinterfragen in puncto Reichweite gibt, werden Händler und Hersteller mit dem Argument Reichweite alle anderen Argumente erschlagen können. Oft ist es ja der geheime Wunsch, das Alltags-Pedelec auch für die große Reise nutzen zu können, der uns für die Reichweiten-Versprechen der Anbieter so anfällig macht. Doch die viel bessere Lösung wäre, ein Pedelec mit der tatsächlichen Reichweite, die man benötigt, zu besitzen, plus einer kleinen Sicherheit. Für die große Traumreise kann dann ein oder können ein paar Zusatzakkus gemietet werden, falls man kein schnelles Ladegerät hat. Denn Reichweite ist relativ!

Wie wir ja vom  PKW mit Verbrennungsmotor wissen, kann man die 1052 km von Paris nach Berlin zwar mit so manchen PKWs ohne Tankstopp durchfahren - doch wird das wohl kaum jemand schaffen, da die natürlichen „Pinkel-Pausen“ dann doch sein müssen. Ein Fahrzeug mit halb so großem Tank wäre also am Ende dann auch in der selben Zeit die Strecke gefahren - die Basis dafür ist lediglich eine passende Infrastruktur zum Schnellladen, die beim Auto mit Verbrennungsmotor ja zur Verfügung steht.

>> Relativitätstheorie zur Reichweite

Sicher ist sicher - BATSO
Batteriesicherheit ist leider immer noch nicht selbstverständlich. Auch hier behaupten die meisten Hersteller, angesprochen darauf, ob Ihre Batterien denn sicher seien, dass diese natürlich dem aktuellsten Stand der Technik entsprächen. Der Fall, dass die Batterien beim Ladevorgang oder beim sonstigen Gebrauch zu brennen anfangen oder gar explodieren könnten, würde nicht passieren.

Hier gibt es heute eine Methodik, die besser ist als Glauben. Sehen Sie sich die Liste der BATSO geprüften und zertifizierten Batterien für Pedelecs an - das sind zwar aktuell nur 10 Stück, doch viele weitere werden wohl in Kürze dazukommen.

>> tuv.com.com

Hersteller, die der Meinung sind, dass sie noch sicherere Batterien haben, scheinen wohl eher eine externe Überprüfung ihrer Batteriesicherheit zu scheuen. Oder sind in Wahrheit doch nicht so davon überzeugt, dass diese so sicher sind.

Also scheuen Sie sich nicht, beim anstehenden Kauf nach einem Pedelec mit einer BATSO geprüften Batterie zu fragen. Mehr Informationen dazu finden Sie auch in englischer Sprache auf:

>> www.BATSO.org

Brennstoffzelle und Hochleistungskondensatoren
Noch vor ein paar Jahren wurde von Politikern und den Medien das Brennstoffzellen-Fahrzeug als DIE Zukunftsperspektive hochgelobt. Doch in letzter Zeit ist es um diese Technologie eher still geworden. Dies hat eigentlich keine technischen Gründe, denn abseits des Medienrummels hat sich diese Technologie im Detail sehr gut weiterentwickelt. Sie wird definitiv in unser Leben Einzug halten. Wann genau das sein wird, steht noch nicht fest. Wohl nicht in den kommenden 5 Jahren als Massenanwendung im Pedelec - aber sehr wohl in Spezialanwendungen. Beispielsweise haben Velotaxi Flotten die Direktmethanol-Brennstoffzellen der Münchner Firma SFC heute schon im Einsatz. Auch die deutsche Telekom hat schon ein paar wenige Lastenräder im Service-Einsatz, die mit Wasserstoff-Brennstoffzellen arbeiten.

Technologisch ist das heute schon umsetzbar - doch preislich ist es aufgrund des hohen Platingehaltes von Bauteilen der Brennstoffzelle kommerziell für den Endkunden bisher noch nicht darstellbar - auch dies könnte sich bald ändern - sobald andere Materialien den Einsatz von Platin weiter gesenkt haben werden. Lithium-Batterien werden aber auf jeden Fall besser werden und immer weiter verfügbar sein. Experten rechnen damit, dass allein der chinesische Inlandsmarkt in den kommenden 3 Jahren ein Jahresvolumen von 10 Millionen Lithium-Batterien erreichen wird.

>> Batterien - Fragen und Antworten

Text und Bild: Hannes Neupert

Online Publikation: Angela Budde

Datum: 5. April 2012
 

 
 

Termine:

7.-12. September 2021, IAA, München, Testparcours

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