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Versteckte Gefahr: Energiewunder mit Nebenwirkungen

Batterien speichern elektrische Energie in chemischer Form. Wenn diese Energie zu schnell frei wird, kann es zu Explosionen, Verpuffungen und (...)
 

 
(...) enormer Hitzeentwicklung kommen. Batterien werden von uns Nutzern im Alltag in der Regel nicht mehr als eine besondere Gefahrenquelle betrachtet, weil wir es gewohnt sind, dass die Produkte, die uns verkauft werden, sicher sind. Bei Pedelec-Batterien ist dies leider nicht immer so. Das haben einige erleben müssen, denen ihre Garage, ihr Haus, ihr Fahrradladen oder ihre Batteriefabrik durch einen von Batterien ausgelösten Brand in Flammen aufgegangen ist.

ExtraEnergy wurde 2003 jäh auf das Problem Batteriesicherheit gestoßen. Bei der Firma WaveCrest in Washington DC hatten Lithium-Batterien eines französischen Herstellers beim Laden mit einem falschen Ladegerät eine Feuersbrunst ausgelöst, die einen sehr hohen Schaden verursachte.
Dem Entwickler, der das Ladegerät angesteckt hatte, wurde zuvor vom Batteriehersteller erklärt, wie sicher diese Batterie sei. ExtraEnergy hatte zum letzten Mal einer Aussage eines Batterieherstellers zur Batteriesicherheit geglaubt. Von da an zählten nur eigene Tests. Dies war die Geburtsstunde der Idee einer Battery Safety Organisation, BATSO.
BATSO ist der einzige Sicherheits-Standard für LEV- Batterien, der die Sicherheit von Batterien im Gebrauch überprüft und die Konsistenz auch in der Produktion zertifiziert. Nach rund 10 Jahren Sicherheitstests und den dort gesammelten Erfahrungen lässt sich zusammenfassen, dass es keine generell besonders gefährliche Batteriechemie gibt. Stattdessen entscheiden die Konstruktionsdetails darüber, ob eine Batterie sich im Ernstfall  sicher oder gefährlich verhält.
Überraschend war aber, dass sowohl die sichersten als auch die gefährlichsten Batterien Lithium-Batterien waren. Sie können deshalb nicht allgemein als gefährlich eingestuft werden, sondern müssen differenziert betrachtet und letztlich ordentlich geprüft werden. Die BATSO-Prüfung umfasst Transport- und Gebrauchstests. Zwar ist nie etwas 100 % sicher, aber BATSO beschreibt den Stand der Technik und zeichnet damit die sichersten Batterien am Markt aus.

Leider wird Batteriesicherheit vom größten Teil der Industrie nicht ernst genug genommen. Man hegt Bedenken, dass Kunden für sichere Batterien nicht mehr Geld bezahlen wollen. Die Mehrkosten einer Batterie mit BATSO liegen nach Berechnungen ExtraEnergys bei marktüblichen Stückzahlen je Batterietyp bei ca. 10 bis 20 Cent pro Akku. Zudem teilt der Verein die Meinung nicht, dass Pedelec-Fahrern ihre Sicherheit nichts wert ist.

Anscheinend muss erst etwas Schlimmes passieren und öffentlich auf Akkus zurückgeführt werden, bis der Gesetzgeber und die Hersteller handeln. ExtraEnergy empfiehlt den Kunden beim Pedelec-Kauf nach einem Elektrorad mit BATSO-geprüfter und zertifizierter Batterie zu fragen. Mehr dazu steht unter

>> BATSO.org

Eine Liste der aktuell gültigen BATSO Zertifikate gibt es bei

>> tuvdotcom.com

Weitere Artikel zum Thema Batteriesicherheit finden Sie im Pedelec und E-Bike Magazin Nr. 4.

>> Magazin Nr. 4

Text: Hannes Neupert
Bildmontage*: Patrick Knappick

*Hinweis: Von ExtraEnergy für Bildungszwecke geschaffener Artikel, der die Industrie aufrütteln sollte. Leider hat er nicht genug Wirkung gezeigt und so scheint diese zum Glück rein fiktive Geschichte wahr werden zu müssen, bis entweder die Eigenverantwortung der Industrie oder der Gesetzgeber mit aktiv werden.

Online Publikation: Angela Budde

Datum: 21. Dezember 2012

 

 

 
 

Termine:

7.-12. September 2021, IAA, München, Testparcours

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