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Tagebuch Fahrtest 2018/19 - Erste Messfahrten

14. Oktober 2018, die Messfahrten starten. Über die Messung, die Messtechnik, Energieverbrauch, Trittfrequenz und Geschwindigkeit, Trittkraft, GPS, Software und die Bedienung der Messtechnik.
 

 
14. Oktober 2018, am Vormittag ist es sonnig bei 18 Grad, auch nachmittags viel Sonnenschein bei Temperaturen um 24 Grad. Es ist teilweise windig (donnerwetter.de).

Die Messtechnik ist bereits an die Testräder angebaut. Erste Messfahrten können starten.

>> zur Fotostrecke zum Test 2018/19 (flickr)

Über die Messtechnik
Die Messtechnik kam 2009 zum ersten Mal zum Einsatz und wird stetig erneuert. Die Technik im Wert von über 200.000 Euro wurde in Zusammenarbeit mit den Firmen OTEC aus Bensheim und Calantec aus Berlin entwickelt.

Messung unter Realbedingungen
Die Messungen erfolgen unter Realbedingungen direkt an den Testrädern während der Fahrt. So kann das Fahrverhalten unverfälscht wiedergegeben werden. In einer Lenkertasche befindet sich das Herz der Messtechnik, die Datenbox. Darin fließen die Messwerte aller am Fahrrad verteilten Sensoren zusammen. Gemessen wird der Energieverbrauch der Batterie, die Geschwindigkeit, die Trittfrequenz und erbrachte Trittkraft sowie die Fahrstrecke mittels GPS.

Energieverbrauch
In der Originalbatterie jedes Testrads wir ein Sensor angebracht. Dadurch kann die Entnahme der Energie (Strom * Spannung) gemessen werden. Der Sensor befindet sich entweder innerhalb des Batteriegehäuses oder wird außerhalb per Steckverbindung angeschlossen. Über ein Analogsignal werden die Strom- und Spannungsdaten an die Messbox übermittelt.

Trittfrequenz und Geschwindigkeit
Die Trittfrequenz und Geschwindigkeit der Testfahrt werden über einen am Tretlager und einen an der Vorderradgabel befestigten Magnetsensor gemessen und mit Hilfe eines Kabels an die Datenbox übermittelt.
 
Trittkraft
Die Trittkraft wird mit speziellen Messpedalen erfasst. Diese messen die eingebrachte Trittkraft durch die entstehende Biegung im Messpedalkörper. Die Stärke der Biegung wird mit Hilfe von eingebauten Magneten und einem Hallsensor gemessen. Im flachen, parallel zur Kurbel liegenden Gehäuse der Messpedalen werden die Rohdaten aufbereitet und drahtlos an die Datenbox übermittelt. Anhand dieser Daten kann die tatsächlich erbrachte Leistung der Testfaher ermittelt werden, mit welcher man schließlich den Unterstützungsgrad des Motors errechnen kann. Vorteil des verwendeten Leistungsmesssystems ist die leichte Montage und Demontage der Kraftmesspedalen, unverzichtbar für den reibungslosen Ablauf des Tests.
 
GPS
Zur Ermittlung der exakten Streckendaten ist ein GPS-Empfänger an die Datenbox angeschlossen. So wird die gesamte Tour dokumentiert und nachvollziehbar. Damit können die Messwerte später metergenau, d.h. für jeden Streckenabschnitt gefiltert werden.
 
Software
Die an der Lenkertasche angebrachte Datenbox zeichnet alle Daten, insgesamt etwa 12MB pro Testrunde, sowohl auf einem internen Speicher als auch auf einen USB-Stick auf. Nach der Testfahrt wird der USB-Stick entnommen und die Daten auf einem PC gespeichert. Die Auswertung erfolgt mit dem Programm Matlab.
 
Bedienung der Messtechnik
Die Schritt-für-Schritt-Bedienungsanleitung der Messtechnik, sowohl vor als auch nach der Messfahrt, finden Sie in der folgenden Fotostrecke:
 
 
 
Text und Bild: Angela Budde
 
Datum: 14. Oktober 2018
Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2018


 

 
 

Termine:

21. Juni 2019, Westendorf, Kitzbüheler Alpen, Österreich
E-Bike Fachkongress

22. und 23 Juni 2019, Westendorf, Österreich, E-bike Festival Kitzbüheler Alpen

12. bis 15. September 2019, Birmingham, UK, The Cycle Show Birmingham

5. bis 10. November 2019, Mailand, Italien, EICMA

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