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Kindertransport mit dem Lasten Pedelec

In den Niederlanden und in Dänemark sind Kindertransporträder sehr weit verbreitet. Sogar das dänische Prinzenpaar kommt regelmäßig mit den Thronfolgern auf dem Lastenrad aus dem Schloss gefahren.
 

 

Längst ist dieser Trend auch in deutschen Städten angekommen. Speziell das Lasten Pedelec bietet Eltern neue Möglichkeiten für einen günstigen, schnellen und umweltfreundlichen Kinder- transport, der sowohl Eltern als auch Kindern Spaß macht. Der klassische Fahrrad-Kindersitz und der Fahrrad-Anhänger werden dadurch keineswegs überflüssig – sie haben in puncto Preis und Flexibilität eindeutige Vorteile. Es ist eher das völlig überdimensionierte und teure Auto, das durch Lasten Pedelecs beim Kin- dertransport eine neue Konkurrenz bekommt.
 
Auf dem Lastenrad dürfen, in den meisten Ländern, mehr als zwei Kinder mitgenommen werden und es ist sogar ein Pedelec 45 Antrieb zulässig (im Test das Load von Riese & Müller und das Rapid der Radkutsche). Viele Eltern schätzen es vor allem, dass die Kinder im Lastenrad vor ihnen sitzen und damit Sichtkon- takt und Kommunikation problemlos möglich sind. Je nach Modell gibt es zudem teils üppigen Stauraum. Viele dreirädrige Kindertransporter (im Test das Cargo von Urban Wheelz) und selbst einige einspurige Modelle (im Test z. B. das Bakfiets Cruiser long) können vier Kinder plus einen größeren Einkauf laden.
 
Den großen Durchbruch erleben Lastenräder für Familien momentan dank elek- trischer Tretunterstützung. Vor allem beim Anfahren, bei Steigungen und auf län- geren Strecken ist der eingebaute Rückenwind eine ungemeine Erleichterung beim Transport von Kindern und / oder Einkäufen. Dementsprechend schnell steigt der Anteil verkaufter Lasten Pedelecs gegenüber unmotorisierten Lastenrädern. Einzelne Lastenrad-Händler berichten, dass sich in nur zwei Jahren das Verhältnis von 1:2 zu 2:1 umgekehrt habe. Um so wichtiger also, die Antriebsleistung von Lasten Pedelecs für den Kindertransport genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Extra- Energy Test tut das mit der eigenen Produktgruppe Family. Entsprechend der do- minanten Nutzung von Lasten Pedelecs für den Kindertransport auf regelmäßigen aber kürzeren urbanen Strecken priorisiert die entsprechende Bewertungsmatrix u. a. den Unterstützungsfaktor (U-Faktor) gegenüber Faktoren wie Schnelligkeit und Reichweite.
 
Ein zentraler Aspekt bei der Kaufentscheidung von Familien für Lasten Pedelecs sind praxistaugliches Equipment und Sicherheit beim Kindertransport. Die Straßenverkehrsordnung gibt für den Kindertransport auf Fahrrädern allgemein vor, dass »be- sondere Sitze vorhanden« sind und »durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen gera- ten können«. Eine darüber hinausgehende DIN-Norm Lasten – und Transporträder, die Sicherheitsstandards auch für den Kindertransport definiert (und für Fahrrad-Kindersitze und Kinderanhänger bereits besteht) ist momentan in Arbeit. Die DIN-Norm soll Ende 2017 veröffentlicht werden und wird möglicherweise Grundlage einer inter- nationalen oder europäischen Norm. Wir geben Ihnen hier aber Orientierungspunkte zum Thema Kindertransport und erwähnen das entsprechende Zubehör in den einzelnen Testbriefen.
 
Für Kinder, die bereits selbstständig aufrecht sitzen können, gibt es oft die klassische Sitzbank mit höherem Schwerpunkt und aufrechter Sitzposition (im Test das Cargo von Urban Wheelz, das Bakfiets Cruiser long, das Urban Arrow Family und das i:SY CAR:GO von Hartje). Auf diesen Sitzbänken (oder entgegen der Fahrtrichtung in den Transportboxen) können auch spezielle Kindersitze montiert werden, die Nacken und Kopf vor allem kleinerer Kinder nach hinten und zur Seite stabilisieren. Ei- nige einspurige Modelle (im Test das Load von Riese & Müller und das trioBike) haben ein Sitzkissen statt einer Sitzbank, was einen tieferen Schwerpunkt und eine höhere Lehne mit leichter Rückenlage erlaubt. Die Beine der Kinder sind hier auf der Transportfläche nach vorne gestreckt.
 
Zum Anschnallen der Kinder ist ein 3-Punkt-Gurt, der über die Schultern zwischen die Beine geht, Mindeststandard. Einfache Verstellbarkeit der Gurtlänge ist ein deutliches Plus. Zusätzliche Brustgurte, ein 5-Punkt-Gurt, höhere Rückenlehne oder der Einbau spezieller Kindersitze können seitliches Abrutschen der Gurte von den Schultern verhindern und auch dann von Vorteil sein, wenn Kinder während der Fahrt einschlafen und zur Seite wegkippen.
 
Babys ab dem 2. Monat werden auf Lasten Pedelecs meist in Auto-Babyschalen transportiert. Diese bieten bereits in sich eine sichere Liegeposition, eine gute Anschnallmöglichkeit und einen Bügel als Überrollschutz. Immer mehr Lasten Pedelecs haben gefederte Aufnahmevorrichtungen für solche Babyschalen: Entweder in Form eines am Boden verschraubten Gestells (im Test zum Beispiel das Bakfiets Cruiser long s.o.) oder in Form einer Schiene an beiden Seitenwänden (zum Beispiel Urban Arrow Fa- mily). Die Babyschale ist wie im Auto entgegengesetzt der Fahrtrichtung montiert und das Baby schaut dabei direkt ins Gesicht des fahrenden Elternteils. Allerdings wird sich die entstehende DIN-Norm Lasten- und Transporträder beim Kindertransport auf die Mitnahme selbstständig sitzender Kinder beschränken – das ist auch bei der Industrienorm für Fahrradanhänger der Fall.
 
Zusätzlichen Fahrkomfort auf unebenen Strecken (Kopfsteinpflaster) und Schutz vor plötzlichen Erschütterungen bieten gefederte Gabeln (im Test beim eHarry von Pedalpower) oder gleich vollgefederte Rahmen (Load von Riese & Müller). Ein Verdeck für den Schutz vor Wind und Wetter gehört zum Standard für den Kindertransport.
 
Bisher sind keine Unfälle mit Lasten Pedelecs bekannt, bei denen Kinder ernsthaft zu Schaden kamen. Damit dies auch so bleibt und sich Lasten Pedelecs deutlich schneller als praktische und sichere Kindertransporter verbreiten, sollte die Fahrradbranche noch stärker an der Standardisierung und Optimierung des Kindertransports auf Lasten Pedelecs arbeiten. Der wachsende Markt und die bevorstehende DIN-Norm werden diesen Prozess stark beflügeln.
 
Doch auch die Nutzer_innen sind gefragt. Lassen Sie sich insbesondere beim Kleinkindtransport von kompetenten Fachhändlern beraten, achten Sie darauf, dass Ihr Lasten Pedelec stets im verkehrstauglichen Zustand ist, gewöhnen Sie Ihre Kinder ans Helmtragen und fahren Sie immer ein wenig langsamer und vor allem defensiv, wenn Kinder an Bord sind. So steht dem Familien-Fahrspaß auf dem Lasten Pedelec nichts mehr im Wege.
 
 
Alle Informationen zum Lasten Pedelec Test und Testergebnisse im ExtraEnergy Magazin:

 
Text: Arne Behrensen, Hannes Neupert, Wasilis von Rauch
 
Fotos: Hannes Neupert
 
Datum: 11. Oktober 2016
Online Publikation: Angela Budde
 

 
 

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